GmbH verkaufen: Ablauf in klaren Schritten
Von Vorbereitung und Bewertung bis Notar und Vollzug – der typische Share-Deal-Ablauf.
Was bedeutet GmbH verkaufen?
Beim Verkauf einer GmbH werden in der Regel Gesellschaftsanteile übertragen (Share Deal). Der Käufer tritt in die bestehende Gesellschaft ein – mit Aktiva, Passiva, Verträgen und Mitarbeitenden, sofern nichts anderes vereinbart wird.
Schritt 1: Ausgangslage klären
Definieren Sie Ziel, Zeitrahmen und unverhandelbare Punkte. Klären Sie Gesellschafterstruktur, Vetorechte, bestehende Finanzierungen und mögliche Interessenkonflikte.
Schritt 2: Zahlen und Unterlagen vorbereiten
Jahresabschlüsse, betriebswirtschaftliche Auswertungen, Verträge, Personalübersicht und offene Rechtsfragen gehören in einen geordneten Datenraum. Fehlende Unterlagen verzögern jeden Prozess.
Schritt 3: Bewertung und Preisrahmen
Eine nachvollziehbare Bewertung schafft Verhandlungsspielraum. Ertrag, Substanz und Marktfähigkeit müssen zusammenpassen – nicht nur eine Wunschzahl.
Schritt 4: Käuferansprache und Vertraulichkeit
Interessenten werden typischerweise unter Geheimhaltung qualifiziert. Ein Inserat im Verzeichnis kann Sichtbarkeit schaffen; die Detailfreigabe bleibt kontrolliert.
Schritt 5: Due Diligence, Vertrag, Notar
Nach intensiver Prüfung folgen Letter of Intent bzw. Vorvertrag, Kaufvertrag und notarielle Beurkundung der Anteilsübertragung. Der Vollzug hängt oft an Closing-Bedingungen.
Wie lange dauert ein GmbH-Verkauf?
Je nach Vorbereitung und Komplexität oft mehrere Monate. Gut vorbereitete Unternehmen kommen schneller zu belastbaren Gesprächen.
Brauche ich einen Notar?
Die Übertragung von GmbH-Anteilen bedarf in Deutschland der notariellen Beurkundung.
Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.